Bin ich on air?

Bin ich on air?

Radioluft schnuppern…

„Ihr hört die Teststrecke auf M94.5″ – so beginne ich die Moderation bei meinen ersten wackeligen Gehversuchen im Radio. Eigentlich bin ich Beitragsmacherin bei afk tv. Zusammen mit meinen Mitpraktikantinnen Teresa und den beiden Lisas haben wir aber die Möglichkeit, für einen Tag Hörfunk-Luft zu schnuppern.

MischpultUnser Morgen beginnt zunächst mit einer kleinen Einführung des M94.5-CrossMedia Volontärs Johannes. Zum Glück! Erfahrungen im Radiobereich habe ich nämlich keine. Dabei gibt es hier einiges zu beachten: Die Texte der Moderation sollen möglichst prägnant und kurz sein – falls möglich, darf sogar das Prädikat fehlen. Damit die Theorie gleich in die Praxis umgesetzt wird, machen wir vier uns an die Arbeit. Jede von uns wählt ein Lied und schreibt einen kleinen Lebenslauf zu den Interpreten.

Jetzt aber genug Schreibtischarbeit – ab ins Studio! Hier erklärt uns Johannes das Mischpult: Wie lasse ich Lieder fließend ineinander übergehen? Welche Teaser verwende ich? Und – woran merke ich überhaupt, dass gesendet wird? Noch bevor wir alle Knöpfchen und Hebel richtig verstanden haben, werden wir schon ins kalte Wasser geworfen: „Und jetzt ihr“ lautet die Devise.

Auch wenn wir anfangs ziemlich überfordert sind, ist Johannes nach wie vor zuversichtlich: „Da kommt man schnell rein.“ Noch bevor wir uns viele Gedanken machen können, wird es auch schon erst für uns. Kurz vor 15 Uhr machen wir uns bereit – die Teststrecke auf M94.5 beginnt. Wenig später stehe ich selbst am Mikrofon: „Noch 15 Sekunden“, höre ich Johannes sagen. Die Aufregung steigt. Dann geht es los.

Nach etwa einer Minute ist schon alles vorbei. Ich habe meine erste Moderation hinter mich gebracht – und das ohne Versprecher. Auch die anderen drei Mädels machen ihre Sache gut. Langsam löst sich die Anspannung; die Sache beginnt, wirklich Spaß zu machen. Trotzdem ist um 16 Uhr erst mal Schluss, aus „Radiomoderatoren“ werden wieder afktv-Praktikanten – allerdings mit einer Erfahrung reicher.

Text/Bilder: Maike Weber