Crossmediales Storytelling

Crossmediales Storytelling

Medienstrategin Bente Matthes erklärt, wie es geht

ASMR, Carversations, Pug Hopping – wie, kennt ihr nicht? Keine Sorge, wir vorher auch nicht. Bente Matthes kennt sie alle – alle möglichen Welten des Storytelling-Kosmos‘ mitsamt ihren Trends.

Leider möchte man fastdozent-benteMatthes-256x256 sagen. Es machte sich ein Gefühl breit, das uns bis zum Ende des Kurses begleiten sollte. Auf jede Frage Bentes, die mit „Kennt ihr .. “ begann, hatten wir stets ein und dieselbe Antwort parat: Stille. Verschämt drehten wir unsere Gesichter weg und wollten uns mehr oder weniger vergraben.

Wir jungen (!) Medienmacher von afk M94,5 und afktv fühlten uns plötzlich ziemlich alt. Das zeigte uns aber auch, wie vielfältig die Möglichkeiten eines Storytellings ist und welcher Gestaltung sich welches Format bedient.
Was gilt es also zu beachten? Menschen nehmen hauptsächlich mit ihren Augen wahr. Daher kann ein ansprechendes, emotionalisierendes Bild, den Leser/Zuschauer fesseln und ein spannender sowie google-optimierter Titel visuell den Inhalt des Beitrages aufwerten und für mehr Reichweite sorgen.

Der Beitrag sollte natürlich auch der Zielgruppe angepasst sein und auch das bieten, was er verspricht. Leider bringt es bei allen eye-catchenden Maßnahmen, wie Bild und Titel nichts, wenn man auf den 2. Blick nicht zu überzeugen weiß und dem Leser nicht das bieten kann, was ihm versprochen wurde.
Bei einer jungen Zielgruppe bringt es beispielsweise nichts gesellschaftspolitische Themen auf traditionelle Weise zu behandeln. Da muss man dann schon kreativ sein und über den Tellerrand blicken, wie bspw. Youtuber manniac, der mittels eines interessanten Storytellings ein zehnminütiges Video über ein trockenes Thema mehr als erträglich macht.

Eines geht jedoch fast immer: Tier-Videos!IMG-20160404-WA0001

Doch warum z.B. ist ein Video eines eine Treppe hoch hopsenden Mopses Storytelling?
Storytelling ist dann, wenn der Zuschauer/Zuhörer von der Handlung mitgerissen wird, sich in einer Figur wiedererkennt oder mit ihr mitfiebert.  Dabei bedient sie sich einer Chronologie und „sexy“ rhetorischer Stilmittel. Der Zuschauer soll mit auf eine Reise genommen werden, er soll lieben, lachen, weinen oder abgrundtief hassen. Er soll etwas erleben.
Der Mops ist also unser sympathischer Held, der es erfolgreich schafft, seinen Antagonisten, eine monumentale Treppe exorbitanten Ausmaßes, zu besiegen – wenn auch eher im Grashüpfer-Style.

Das macht uns happy – und gerade das ist das Ziel des Ganzen: Zufriedene Zuschauer.

Text: Thevatharsan Ganeswaran

Bilder: afktv