Es war einmal…

Es war einmal…

Das Geheimnis einer guten Geschichte

Nach der Einführung ins Recherchieren ging es bei Jan-Peter Barthels weiter, wie man einen spannenden Beitrag baut. Zunächst aber erklärte er uns Abkürzungen, die man als Insider beim Fernsehen benutzt. Wieso? „Weil es cooler klingt“.

So sagt man dann als Redakteur zum Cutter: „Also BiMi (Bildermischer), diese SchniBis (Schnittbilder) dachten wir uns nach der Voxpop (Umfrage)….“

Aber zurück zum eigentlichen Thema des Seminars – das Storytelling.

Die gute alte Spannungsmaus aus der 5. Klasse kam uns wieder in den Sinn. Anders als bei Erlebniserzählungen wird jedoch bei kurzen Fernsehbeiträgen meist schon am Anfang Spannung erzeugt und der Ausgang ist noch offen, um den Zuschauer neugierig zu machen. Danach wird die Geschichte von Beginn an langsam erzählt und schließlich aufgelöst.

Zuvor sollte man sich aber die Aussage und Stoßrichtung des Beitrags überlegen, diesen mit LOVE (Herzblut) angehen und KISS (keep it simple and stupid) einfach halten. Aber wann ist eine Geschichte überhaupt relevant? Ein aktueller Anlass, Auswirkung auf viele Betroffene oder der Gesprächswert sind Voraussetzungen, um ein breites Publikum zu erreichen.

Um die gedrehten Bilder bestmöglich zu präsentieren, spielt der Off-Text eine wichtige Rolle. Hier sollten Text-Bild Scheren und Verklebungen vermieden werden. Der eingesprochene Text muss also zum Bild passen, aber auch Zusatzinformationen beinhalten. Allerdings bleibt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nur 10% des Textinhalts beim Zuschauer hängen. Die größte Wirkung erzielt das Bild mit 60% und der Ton mit 30%. Dies stellen auch wir überrascht fest, als uns Jan-Peter Bartels einen politischen Beitrag zeigte. Um einen Beitrag dann noch schön abzurunden, kann man ein Fazit einen Ausblick oder eine Zusammenfassung anhängen.

Nachdem wir alle Basics gelernt hatten, durften wir endlich selber ran. Wir erstellten zunächst ein Konzept und verglichen dies anschließend mit Beiträgen die tatsächlich ausgestrahlt wurden. So konnten wir nachvollziehen, was wir hätten besser machen können. Mit dem Handwerkszeug von Jan-Peter Bartels ausgestattet, heißt es jetzt: „Auf die Plätze, fertig, los!“. Dem ersten eigenen Beitrag steht nun nichts mehr im Wege.

Text: Nina Schmidt

Bild: afk tv