Fischers Fritz fischt frische Fische

Fischers Fritz fischt frische Fische

Sprechen will gelernt sein!

Sipppppjutta_meinnzingerp, sapppppp, supppppp, sippppp… hallt es durch den Raum.

Nein, es handelt sich hierbei nicht um altertümliche Stammesgesänge, sondern um Aufwärmübungen beim 3-tägigen Seminar „Interpretatorisches Sprechen“ mit Sprechtrainerin und Moderatorin Jutta Meinzinger.

Nachdem unsere Stimmen geölt und die Körper wach geklopft waren, lernten wir richtig in „mittelhochdeutscher Mediensprache“ zu sprechen. Besonders das „-ig“ am Wortende, welches immer „-ich“ ausgesprochen wird, begleitet uns seitdem durch die ständige gegenseitige Verbesserung unter uns Praktikanten – und übrigens: Es heißt Chemie. Chhhhhh.IMG-20160406-WA0000(1)

Interessant wurde es dann bei der Pausen- und Betonungssetzung. An vielen unterschiedlichen Textbeispielen lernten wir diese gekonnt und wirkungsvoll einzusetzen. Auch die Atmung spielt eine wichtige Rolle. Die Zwerchfellatmung hat im Vergleich zur Brustatmung den Vorteil, dass das Stimmvolumen, ohne in Atemnot zu kommen, gesteigert wird.

Nachdem ich nach den drei Anfängerkursen die Basics intus hatte, nahm ich am Fortgeschrittenen- Blockseminar bei unserem Schwesterradio M 94,5 teil. In weiteren drei Kurstagen stand das Vortragen von Texten an erster Stelle. Mimik und Gestik tragen maßgeblich dazu bei, Informationen interessanter und glaubwürdiger zu vermitteln. Wie etwas gesagt wird, bleibt meist mehr im Gedächtnis hängen, als der tatsächliche Inhalt. Oft können so z.B. Lügner ertappt werden.

Um Emotionen mit der Stimme zu transportieren lasen wir Dialoge, in denen wir zwei unterschiedliche Haltungen eingenommen wurde. Nachdem wir viel abgelesen und geübt hatten, sollten wir ins kalte Wasser springen und frei sprechen. Wir bekamen ein uns unbekanntes Thema und mussten dieses 3 Minuten präsentieren. Selten sind Minuten so langsam vergangen ;)

Autorin: Nina Schmidt

Bilder: afk tv