Social Media mit Mehrwert

Social Media mit Mehrwert

Bente Matthes lehrt die Grundlagen Sozialer Netzwerke

Ein Facebook Kurs, ist das nicht nur etwas für meine Oma? Nein!  Im Social Media-Kurs von und mit Dozentin Bente Matthes erfährt der Digital Native nicht, dass Internet Neuland ist. Vielmehr lernen wir afk tv-Praktikanten Twitter, Facebook und Google Plus optimal zu nutzen und das Beste für
sich und die Community dabei herauszuholen. Dabei gibt es auch für uns jungen Digital Natives die ein oder andere Überraschung.

Ein ganzer Nachmittag voller Social Media steht bevor und jeder ist gespannt. Braucht die Generation Gesichtsbuch Nachhilfe? Brauchen wir Unterricht im posten, kommentieren und liken? Bald wissen wir, Social Media bedeutet weit mehr als das, was wir davon bisher wussten und tagtäglich nutzen. Wie sinnvoll ein Coaching auf diesem Gebiet ist, ist spätestens dann erkennbar, als Bente die erste Frage stellt: Wer von euch nutzt Facebook? Alle Hände gehen geradezu selbstverständlich nach oben. Da stellt sie schon die nächste Frage: Wie hebt man sich denn von der Masse ab?

Statusupdates wie „Es schneit!“ und „OMG  ist mir langweilig!!“ bringen den anderen Nutzern nichts und  einem selbst herzlich wenig Aufmerksamkeit. Wer aber aus beruflichen Gründen darauf angewiesen ist, mit seinen Posts viele User anzusprechen und eine Fanbase aufzubauen, zum Beispiel um seinen Blog, seine Dienstleistung oder sein Produkt optimal zu bewerben, der muss seinem Leser einen Mehrwert bieten. Dafür gibt es vielseitige Tools. Facebook ist uns als riesige, weltweite Community bekannt. Aber Twitter mit knapp zwei Milliarden angemeldeten Usern nutzen nur wenige der Kursteilnehmer. Social Media-Expertin Bente erklärt uns, dass es bis auf ein paar Ausnahmen bei Twitter (und anders als bei Facebook) vor allem um inhaltliche Vielseitigkeit und Kreativität geht, als um Zeitvertreib – und das bei maximal 140 Zeichen.

Da muss man sich kurz fassen. Auf die Spitze getrieben hat das unter anderem Florian Meimberg, ein Werbefachmann aus Düsseldorf. Mit seinen Tiny Tales schrieb er ganz kurze Geschichten auf Twitter. So kurz, dass sie in einen Tweet passten und doch rund und unterhaltsam genug waren, dass man eine Auswahl hieraus inzwischen sogar als Buch kaufen kann.  Missmatthes, wie sich unsere Dozentin auf ihrem Blog und in ihren Social Media-Kanälen nennt, hat aber auch Negativ-Beispiele aus dem Social Web parat. Unnötige Wiederholungen, inhaltsleere Phrasen und langweilige Schreibstile sind zu Hauf zu finden – und für den User, der eh schon tagtäglich zahlreiche Informationen konsumiert, nur störender und vor allem unnötiger Ballast. Wer nicht aufpasst, sorgt dafür, dass der Leser innerhalb eines Bruchteils von Sekunden woanders weitersurft und den Beitrag und vor allem den Poster wieder vergisst. So werden die Möglichkeiten verschenkt, seine Zielgruppe zu erreichen und zu vergrößern.

Bente erklärt den Nachwuchsjournalisten den Online-Journalismus

Bente erklärt in kleiner Runde worauf es ankommt

Es ist schon erstaunlich, worauf man alles so achten muss. Aber unsere Seminarleiterin legt nicht nur Wert auf den Inhalt, sondern auch auf  die Umgangsformen im Netz und erklärt uns, dass Cybermobbing und Shitstorms, aber auch die immer geringere Privatsphäre im Web für die Nutzer zum Problem werden können, und gibt dazu Tipps. Social Media bietet unserer Generation – richtig eingesetzt – ein sinnvolles Kommunikationswerkzeug in die Hand. Wir müssen es nur zu nutzen wissen. Denn wir müssen nicht mehr schweigend konsumieren, sondern wir können unsere Meinung äußern, können Kritik üben und mit ein bisserl Fingerspitzengefühl die Welt verbessern – oder zumindest positiven Einfluss auf unsere Freunde nehmen! Wenn uns ein Produkt gefällt: Liken! Wenn wir mit einem Service unzufrieden sind: Kommentieren – und dabei vernünftig begründen! Wenn wir unsere Mitmenschen informieren und uns über unsere Hobbys und Berufe austauschen wollen: interessante Inhalte posten und mit anderen teilen. Und nicht lahme Wasserstandsmeldungen bringen wie „Es schneit“.

Wer diese Chance nutzt, fördert nicht nur unsere Demokratie, er schafft einen Mehrwert für alle.

Text/Grafik: Matthias Ring